Raumwerk D

Responsible City Düsseldorf

Um die großen Herausforderungen der Zukunft anzugehen und dabei ihre charakteristische Identität („D-Faktoren“) zu erhalten, muss die Stadt Düsseldorf in ihrer Rolle als Anker einer ganzen Region Verantwortung übernehmen. Wir plädieren für eine Stadtentwicklung, die die Balance der Region fördert, indem auf Augenhöhe kooperiert wird, die Räume für Produktion erhält und die die Diversität der Bevölkerung und die Eigenarten der Quartiere als Chance begreift. Gemeinsam mit ihren Nachbarn kann es der „Responsible City“ Düsseldorf gelingen, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Hierfür gilt es regionale wie innerstädtische Freiräume weiter zu entwickeln, leistungsfähige Mobilitätsstrukturen zu schaffen und eine ausgewogene Siedlungsentwicklung zu konzipieren.

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D-Faktoren

Die D-Faktoren sind die Besonderheiten und Charakteristika Düsseldorfs. Dies können bestimmte Räume oder Eigenschaften sein, die stark mit der Stadt verbunden sind und die eine hohe Strahlkraft besitzen. Der düsseldorfspezifischer Charakter sollte geschützt und weiterentwickelt werden. Die D-Faktoren sind auf der einen Seite enorme Stärken und Chancen für die Stadt, erzeugen auf der anderen Seite jedoch eine Reihe von Herausforderungen, denen sich die Stadtentwicklung in Zukunft zu stellen hat (Wohnungsdruck, Verkehrsbelastung, Versiegelung, Flächenkonkurrenzen, Spekulation, Aufheizung etc.).

Düsselring

Die Düssel bietet das Potenzial, als zweiter Blau-Grüner-Ring entwickelt und erlebbar gemacht zu werden. Während der Blau-Grüne-Ring um die Altstadt das traditionelle und bekannte Düsseldorf repräsentiert (Kö, Hofgarten, Altstadt), bietet der Düsselring die Möglichkeit das neue, innovative, produktive und teilweise noch unbekannte Düsseldorf zu inszenieren. Der Düsselring soll als wichtige Freiraum- und Verkehrsverbindung entwickelt werden. Die Düssel verbindet viele der wichtigsten Grün- und Freiräume sowie Quartiere der Stadt und ist an vielen Stellen bereits mit Fuß- und Radwegen erschlossen. Eine Verbindung dieser Abschnitte als durchgehende leistungsfähige Fahrradverbindung mit Freizeitwert würde den Radverkehr sowohl für Alltagswege als auch Freizeitwege deutlich stärken. In einem zweiten Schritt ist die abschnittsweise Ergänzung durch ein weiteres Verkehrssystem (z.B. autonome Busse) denkbar.

Fluxräume

Fluxräume bezeichnen die Orte der Veränderung in Düsseldorf. Sie sind die maßgeblichen Transformationsräume der nächsten 10 bis 30 Jahre und bieten ein besonders hohes Veränderungs- und Neuordnungs- bzw. Verdichtungspotenzial. Es sind Orte, die in Bewegung sind oder bewegt werden sollen. Innerhalb der Fluxräume wird zwischen Transformations- und Verdichtungsräumen unterschieden. Transformationsräume bieten das Potenzial bestehende Nutzungen durch weitere Nutzungen zu ergänzen und eine stärkere Mischung anzustreben, also bspw. in vorwiegend zu Wohnzwecken genutzten Quartieren verträgliche Formen der Produktion und des Handels zu integrieren um eine urbane und nutzungsgemischte Stadtstruktur zu fördern. Verdichtungsräume bieten das Potenzial die heutige Nutzung zu intensivieren, indem bspw. in einem Wohnquartier baulich ergänzt und die Einwohnerdichte erhöht wird.

Cool Streets

Die Cool Streets stellen ein Konzept zur Attaktivierung von stark versiegelten und verkehrsbelasteten Straßenräumen dar. Über die Cool Streets soll eine Verbindung zwischen den Quartieren bzw. der Innenstadt mit den Landschaftsräumen hergestellt werden.

Pendlerhubs

Das Konzept sieht vier große Pendler Hubs an den Toren der Stadt vor. Sie liegen an verkehrstechnisch günstigen Orten und bieten einen Anschluss an das Autobahnnetz, das regionale Radwegesystem und den ÖPNV mit einer schnellen Verbindung in die Innenstadt. Diese Pendlerhubs bauen auf bestehenden P+R-Angeboten auf und erweitern diese um eine Bike- und Car-Sharing Infrastruktur, kommerzielle Angebote wie Supermärkte, Einzelhandel oder auch Fitnessstudios sowie attraktive Freizeitangebote um den Umstieg vom MIV in den ÖPNV zu attraktivieren und die Verkehrsbelastung in der Stadt zu reduzieren. Diese Hubs richten sich insbesondere an Pendler, aber auch an Freizeitbesucher.

Umstiegshubs

Kleinere Umstiegshubs sind als zweite Kategorie des Hub-Systems in der Innenstadt vorgesehen. Sie richten sich sowohl an Pendel- als auch an Freizeitverkehr innerhalb der Stadt und verfügen Über Haltepunkte für den MIB, Bike-sharing und andere Mikromobilitäts-Angebote sowie einfache Einzelhandelsangebote und einen attraktiven öffentlichen Raum bzw. angrenzende Freiräume mit Freizeitangeboten.

Ort

Düsseldorf (D)

Auftraggeber

Stadtplanungsamt Landeshauptstadt Düsseldorf

Beauftragung

Mehrfachbeauftragung

Planungszeitraum

2019

Planungsumfang

Stadt Düsseldorf (21.740 ha) und Region

Team

LAND Germany

Mobilty in Chain

Stadtbox

Insitut für Arbeit und Technik